Migräne intelligent vorbeugen mit sinCephalea: Meine Erfahrungen mit der App – Teil 1

Migräne intelligent vorbeugen mit sinCephalea: Meine Erfahrungen mit der App – Teil 1

Ich habe mich selbst mal wieder einem Experiment unterzogen: Ich habe die sinCephalea-App ausprobiert (oder stecke noch mittendrin) und ich möchte dich an meiner Erfahrung teilhaben lassen. Bevor ich hier aber weiter einsteige, möchte ich einen wichtigen Punkt klarstellen: Das hier ist keine Werbung! Weder bezahlt, noch unbezahlt, ich teile lediglich meine ehrliche Erfahrung in diesem Beitrag und hoffe, dass er dir weiterhilft, deine eigenen Entscheidungen zu treffen. Mehr nicht. 

Also los!

Was ist sinCephalea und wie funktioniert die Migräne-App?

Vielleicht kennst du die App ja schon – vielleicht auch nicht. sinCephalea ist eine digitale Gesundheitsanwendung – eine DiGA oder anders gesagt: eine Gesundheits-App für die natürliche Migräne-Prophylaxe. Das Besondere daran? Deine Krankenkasse übernimmt die kompletten Kosten dafür – und du kannst sie alle 3 Monate erneuern! Warum das Sinn macht, darauf komme ich später noch zu sprechen. Was brauchst du für die App? Du brauchst entweder das Rezept von deinem Arzt oder deiner Ärztin, oder einen anderen ärztlichen Nachweis über deine Migräne-Diagnose (z.B. aus deinen Patientendaten) und ggf. eine Bestätigung deines Arztes, dass keine Kontraindikationen vorliegen.

Du kannst die App auch ohne diesen Wisch herunterladen, aber so nützt sie dir nichts, denn du kannst sie nur mit einem Code aktivieren, und den bekommst du natürlich nur über die  den offiziellen Weg über die Krankenkassen. Du kannst sie bequem und papierlos in den “DiGAs” deiner Krankenkasse von deinem Handy aus beantragen und bekommst alle notwendigen Codes per Post zugeschickt. 

Tatsächlich ist das Herzstück von sinCephalea nicht die App selbst, sondern ein Blutzucker-Sensor, der über einen Zeitraum von 14 Tagen kontinuierlich deinen Blutzucker misst und die Daten an die dazugehörige App “Freestyle Libre” weiterleitet, die diese Daten ständig empfängt und du sozusagen “live” deinen Blutzuckerspiegel verfolgen kannst. 

Hä? Wieso Blutzucker überwachen? Ich bin doch keine Diatbetikerin?!

Korrekt! Gleichzeitig konnte nachgewiesen werden, dass Migräne und Blutzucker tatsächlich in einem Zusammenhang stehen. Und ein stabiler Blutzuckerspiegel mit einer Verbesserung der Migräne-Beschwerden einhergehen kann. Was der Blutzucker mit Migräne zu tun hat, kannst du in >>diesem Beitrag von mir<< nachlesen.

Den Blutzucker-Sensor bekommst du von sinCephalea zugeschickt zusammen mit einer wirklich guten Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du die Apps miteinander verknüpfst, den Sensor anbringst, aktivierst, etc. Meine 9-jährige Tochter hat mich durch die Anleitung gelotst und mit mir zusammen alles eingerichtet, also brauchst auch du dir keine Sorgen machen, dass die Einstellung zu kompliziert wären. 😉

Vielleicht denkst du jetzt: “Moment mal, ich trage dann so einen Sensor, der permanent “funkt” und Strahlung aussendet? Ja – das lässt sich nicht vermeiden, wenn du das ausprobieren möchtest. Auch wenn ich im Alltag auf das Thema “Strahlung” achte, z.B. indem ich mein Handy nicht permanent an meinem Körper trage oder auch nachts in einem handyfreien Raum schlafe, habe ich mich für dieses Experiment entschieden.

sinCephalea Lieferumfang- das ist drin im Paket!

Anbringen des Sensors – tut das weh?

Tatsächlich habe ich mich nicht getraut, den Sensor am Oberarm selber anzubringen (obgleich das laut sinCephalea auch alleine gut geht), weil ich Angst hatte, dass es weh tun würde – das musste mein Freund also übernehmen. Ich war überrascht, dass es nur kurz minimal piekste, aber eigentlich kaum merklich und dann war der Sensor dran. Noch ein Pflaster zur besseren Fixierung draufgeklebt – fertig! Etwas sensibel war die Stelle unter dem Sensor schon noch in den nächsten Stunden, aber ich habe ihn überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Schlafen, Yoga, Duschen, anziehen und ausziehen – alles völlig unproblematisch. Und teilweise sogar vergessen, dass ich ihn trage. 

sinCephalea Blutzucker-Sensor mit Pflaster am Arm

 Mein “Blutzucker-Feed” – es geht los

Eine Stunde dauert es, bis der Sensor aktiviert ist und die ersten Daten in der App angezeigt werden. Und dann wurde ich süchtig! Meine Güte! Andauernd (!!) habe ich dieses “Teil” in der Hand gehabt und meinen Blutzucker gecheckt. Dafür musst du wissen: Ich nutze auch Social Media (Instagram) nur sehr eingeschränkt, weil es einfach dieses krasse Sucht- und Sogpotenzial auf mich hat, und – ja was soll ich sagen – mein Blutzucker wurde zu meinem Instagram! Permanent checkte ich meinen “Blutzucker-Feed”, wie verändert sich mein Blutzucker nach einer Mahlzeit, wie verhält er sich in der Nacht, was passiert wenn ich Kaffee trinke, was passiert wenn ich Süßes esse, wie hoch steigt er dann, wo pendelt er sich ein…. 

Damit jeder Blutzuckeranstieg, jede Spitze und jeder Blutzuckerabfall auch zugeordnet werden kann, muss natürlich ein penibles Ernährungstagebuch geführt würden. Alles muss aufgeschrieben werden. Welche Menge, welche Uhrzeit. Das war für mich das stressigste in dieser sogenannten “Sensorphase” von sinCephalea. Anfangs habe ich noch alles abgewogen, jede einzelne Zutat – dann bin zum Schätzen übergegangen oder habe mich der Portionsgrößen angenommen, welche die App hier bei den einzelnen Mahlzeiten oder Zutaten vorschlägt. Das war sehr hilfreich! Und trotzdem habe ich es oft nicht geschafft, die 2 Stunden “Essenspause” einzuhalten, die für eine aussagekräftige Auswertung erforderlich sind. Und irgendwie hat sich meistens noch ein Kaffee dazwischengemogelt…

Testmahlzeiten und Challenges: Die besonderen Herausforderungen der Migräne-App

Besonders interessant sind die sogenannten Testmahlzeiten und Challenges: Mit diesen standardisierten Mahlzeiten können deine persönlichen Blutzuckerreaktionen gemessen und verglichen werden. Eine Challenge wiederum besteht aus einer definierten Reihe von Testmahlzeiten. 

Bevor du dich jetzt freust, dass du jetzt genau prüfen kannst, wie sich eine Pizza im Vergleich zu Spaghetti Bolo oder ein Chili con (oder sin) carne auswirkt – die Testmahlzeiten sind “speziell”: Der Vorteil ist, sie sind freiwillig – der Nachteil, ich fand sie recht eklig. Warum? Eine Testmahlzeit besteht z.B. darin eine Zuckerlösung zu trinken (macht schon Sinn, denn damit kann deine “normale” Reaktion auf puren Zucker gemessen werden) – aber so ein zuckriges Wasser (60g Dextrose auf 200 ml Wasser) war für mich, die ich zwar süß mag, aber mir auch schnell etwas ZU süß wird, das war einfach eklig!

Weitere Testmahlzeiten bestanden darin verschiedene Brotsorten gegeneinander zu testen (Toastbrot gegen Vollkornbrot) – aber dann ist das Brot meist pur zu essen (und das Toastbrot ungetoastet). Das fand ich persönlich sehr schwer, weil ich einfach nicht (mehr) so viel Brot esse – und schon gar nicht ungetoastetes Toast! (kotz) Aber ich tu’s für die Wissenschaft – für meine Wissenschaft! 😉

Besonders spannend fand ich den Test, ob ich ein Fetttyp oder ein Proteintyp bin. Sprich: Ob eher Fett oder Protein sich positiv auf meine Blutzuckerreaktion auswirken. Das ist vor allem insofern interessant, als dass ich ja durch meinen Ayurveda-Hintergrund grundsätzlich ALLES immer auch gleichzeitig aus der Ayurveda-Perspektive betrachte und Parallelen ziehen kann (oder auch mal Unterschiede). Und im Ayurveda wird bei Migräne (= d.h. bei einem Vata-Ungleichgewicht) tatsächlich empfohlen, die “fettige” Eigenschaft zu fördern, z.B. über den Verzehr von hochwertigen Ölen und Fetten. Ist das nicht spannend, dass ein so “altes” Wissen, so aktuell ist? Ich bin jedenfalls gespannt auf das Ergebnis!

Weiterhin kann getestet werden, welche Beilagen besser für deinen Blutzucker sind: Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Und zu welcher Tageszeit, mittags oder abends? Natürlich sind auch hier die Beilagen in einer vorgegebenen Menge “pur” zu essen, nur etwas Salz ist erlaubt. Uff! Aber auch hier freue ich mich, Parallelen zum Ayurveda ziehen zu können: Denn auch schon vor 2500 Jahren wusste man, dass Nahrung zu unterschiedlichen Zeiten nicht immer gleich gut verdaut und verstoffwechselt wird, und sogar auch unterschiedliche Wirkungen auf unseren Körper hat. Spannend, dass die Wissenschaft jetzt auch dahinter geommen ist!

Weitere Testmahlzeiten erfassen auch den Frühstückstyp: Ob du eher Brot oder Müsli (Haferflocken mit Milch und mit bzw ohne Obst) am Morgen essen “solltest”. Auf diese Testmahlzeit habe ich verzichtet, weil ich erstens keine Milch verzehre (außer im Kaffee) und kein rohes Obst esse, jedenfalls nicht innerhalb einer Mahlzeit mit anderen Lebensmitteln zusammen. (Ich esse grundsätzlich gedünstetes Obst in meinem Porridge, da es leichter bekömmlich ist und sich mit den anderen Nahrungsmitteln besser verträgt – auch aus dem Ayruevda 😉 ) 

Du kannst auch verschiedenes Obst testen (Banane vs. Apfel), oder die Art der Süßigkeiten (Schoki vs. Gummibärche) – habe ich beides nicht gemacht (oder mir vielleicht für die nächste Sensorphase aufgehoben) 

Was ich natürlich noch wissen wollte, ist, wie sich Kaffee auf meinen Blutzucker auswirkt – und auch dafür gab es glücklicherweise eine Testmahlzeit! Als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin lag diese ganz oben auf meiner Prio-Liste! 😉 Hachja… wenn mir auch bewusst ist, dass Kaffee und Migräne sich nicht immer gut vertragen, bleibt Kaffee eines meiner “guilty pleasures” – wobei ich gleichzeitig darauf achte, dass es im Rahmen bleibt.

Ehrgeizig wie ich bin, wollte ich in diesem 14 Tagen so viele Testmahlzeiten wie nur möglich unterkriegen. Mit dem Ergebnis, dass man mein Ernährungsplan gefühlt fast nur noch aus (kohlenhydratlastigen!) Testmahlzeiten bestand. Das habe ich natürlich nicht durchziehen können, und ich habe es auch nicht gewollt. Ich habe schnell bemerkt, wie mir diese vielen Kohlenhydrate überhaupt nicht gut taten, sodass auch die Lust am Experimentieren damit langsam schwand. 

Aber dann sind diese Testmahlzeiten und Challenges halt in der nächsten Runde “fällig” – dann die App mit der dazugehörigen Sensorphase kann alle 3 Monate neu beantragt werden.

Die Sensorphase ist vorüber – was nun?

Auf meiner Sensor-App läuft permanent ein Countdown, wie lange der Sensor noch aktiv ist. Am letzten Tag werde ich mit Push-Nachrichten immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass der Sensor in ein paar Stunden abläuft. 

Leider habe ich vergessen, am letzten Tag meine letzte Testmahlzeit (Beilagen mittags: Kartoffeln) zu essen, sodass diese Challenge leider unvollständig bleibt. Getröstet hat mich, dass ich sie vermutlich genauso wenig gemochte hätte, wie die anderen Testmahlzeiten und dass sie dann in der nächsten Runde dran ist.

Tut das Abziehen des Sensors weh? Du kannst es dir wie ein festsitzendes Pflaster vorstellen. Du musst schon ordentlich dran ziehen, aber es tut nicht “weh”.

Und was ist mit der Auswertung? Die bekommst du von sinCephalea innerhalb von 14 Tagen. Und meine persönliche Erfahrung mit der Auswertung und mein Fazit zur App folgt in meinem nächsten Beitrag!

Melde dich gleich unten für meinen Newsletter ein, dann verpasst du auch ganz sicher nicht, wenn der nächste Beitrag mit meiner Auswertung live geht. 

Bis dahin schau doch mal bei sinCephalea vorbei und melde dich für eines ihrer kostenfreien Webinare an!

Blutzuckerschwankungen: Über diese 3 Wege beeinflussen sie deine Migräne

Blutzuckerschwankungen: Über diese 3 Wege beeinflussen sie deine Migräne

Zugegeben, bei Blutzucker und Blutzuckerschwankungen dachte auch ich erstmal an Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit. Warum zur Hölle sollte es bei Migräne etwas bringen, seinen Blutzucker im Blick zu haben, und wo besteht hier überhaupt ein Zusammenhang?

Wenn du mit meiner Arbeit vertraut bist, dann weißt du, dass ich Migräne stets im Licht eines Energiemangels sehe, bzw. eines unzureichenden Energiemanagements. Jeder von uns ist Haushälter oder Haushälterin eines eigenen Energiehaushalts. Oder anders gesagt: Jeder von uns ist Inhaber seines eigenen Energiekontos. Jeden Tag gibt es auf diesem Konto stets viel Bewegung. Es wird eingezahlt und abgehoben. Idealerweise zahleln wir mehr ein, als wir abheben. Wird mehr abgehoben als eingezahlt, sinkt unsere Energie und wir drohen ins Dispo zu rutschen. Bei uns Migränikern ist dieses Dispo besonders problematisch – denn hier entstehen unsere Migräne-Attacken. 

Migräne-Attacken sind in jeglicher Hinsicht das Ergebnis eines Energiedefizits, eines Energiemangels im Gehirn. Fallen wir mit unserem Energiekonto ins Dispo, hat dies eine Kaskade an körperlichen Auswirkungen zufolge, die in der Regel mit der Migräne-Attacke enden. 

In der Biologie ist bei “Energie” im Allgemeinen die Energieträger-Moleküle (ATP) gemeint. Die “Währung” unseres Körpers. ATP entsteht aus – vereinfacht – aus Glukose (Traubenzucker). Dem Einfachzucker, der für unseren Körper lebensnotwendig ist, damit dieser all seine Funktionen aufrechterhalten kann. Entsteht ein Energiemangel im Körper, so steht dem Körper nicht genug Glukose zur Verfügung und er bekommt ein Problem. Und 80% unseres gesamten Energiebedarfs wird für unser Gehirn benötigt. 80% ! Geraten wir also in einer Energiedefizit, bekommt unser Gehirn ein ganz großes Problem sogar – und wir Migräniker große Schmerzen.

So – und was ist jetzt bitte schön mit dem Blutzucker?

Blutzuckerschwankungen und dein Energielevel

Auch wenn ich das Energielevel nicht ausschließlich auf den Blutzucker reduzieren möchte, ist er maßgeblich an unserem Energiekonto beteiligt. Ein stabiler Blutzuckerspiegel stabilisiert auch dein Energielevel. Starke Schwankungen hingegen mit vielen Blutzuckerspitzen – und den darauffolgenden “Crashs” – können eine Migräne-Attacke begünstigen. 

Jedes mal, wenn du etwas isst, steigt dein Blutzucker. Dabei hängt es von verschiedenen Faktoren ab, wie stark dein Blutzucker ansteigt und wie steil dieser Anstieg verläuft. Als grobe Faustregel gilt: Je zuckerhaltiger deine Mahlzeit, desto stärker und steiler der Blutzuckeranstieg. Und desto stärker und steiler übrigens auch der “Absturz” – mitunter kann der Blutzucker sogar nach einer sogenannten Blutzuckerspitze tiefer als das Ausgangsniveau sinken. D.h. er ist hinterher niedriger als er VOR deiner Mahlzeit war. Das hat eine Unterzuckerung zur Folge – ein Energiemangel. Und dieser kann eine Migräne-Attacke begünstigen, wie du jetzt bereits gelernt hast. 

Blutzuckerschwankungen und Neuropeptide

Spannend ist auch, dass es Wechselwirkungen gibt zwischen Veränderungen im Blutzucker und bestimmten Botenstoffen (Neuropeptiden), die im Zusammenhang mit Migräne stehen. Der bekannteste dieser Botenstoffe ist vermutlich das CGRP (Calcitonin gene-related peptide), von welchem du eventuell auch schon gehört hast, z.B. im Zusammenhang mit der “Migräne-Spritze” (eine medikamentöse Prophylaxe, welche über sogenannte “CGRP-Antikörper” wirkt). CGRP gilt laut aktueller Forschungslage als einer der Schlüssel-Botenstoffe, der eine Migräne-Attacke auslösen kann. Und starke Blutzuckerschwankungen, d.h. ein steiler Blutzuckerabfall nach einer Blutzuckerspitze, ist in der Lage, die Entstehung von CGRP zu fördern – während ein stabiler Blutzucker in der Lage ist CGRP zu “hemmen”. Spannend? Auf jeden Fall!

Blutzuckerspitzen und chronische Entzündungen

Auf der einen Seite haben wir also den durch einen Blutzuckerabfall verursachten Energiemangel und die Entstehung von CGRP. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, in dieser ganzen Thematik, der einen Einfluss auf die Migräne haben kann: Das sind häufige Blutzuckerspitzen, insbesondere über einen längeren Zeitraum hinweg. Ständige Spitzen führen dazu, dass der Insulinspiegel ständig erhöht ist, und dies ist ein “Dünger” für entzündliche Prozesse im Körper. 

Sicherlich weißt du, dass die Wissenschaftler (derzeit) Migräne als “neurogene Entzündung” sehen. D.h. als eine Entzündungsreaktion infolge eines Schmerzreizes durch Freisetzung von Nerven-Botenstoffen. Diese Entzündung könnte durch einen ständig erhöhten Insulinspiegel “befeuert” werden.

Aber nicht nur die neurogene Entzündung ist ein Problem. Wir sind ständig entzündlichen Prozessen ausgesetzt, die normalerweise von unserem Immunsystem gut “vertragen” werden – es bleibt Herr der Lage. Nehmen diese Entzündungen jedoch Oberhand, wird es schwierig für unseren Körper damit klarzukommen. Unser Körper hat nur begrenzt Ressourcen. Dauern Entzündungen an, spricht man über “chronische Entzündungen”, welche durch ständige Blutzuckerspitzen (u.a.) weiter befeuert werden. Blutzuckerspitzen sind natürlich nicht die einzigen Akteure in diesem Drama – wie immer ist das Zusammenspiel weitaus komplexer. Aber eine maßgebliche Beteiligung lässt sich anhand der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr abstreiten.

Das erklärt, warum die Ernährung eine der Schlüssel-Komponenten in der natürlichen und nicht-medikamentösen Migräne-Prophylaxe ist. Mit einem stabilen Blutzuckerspiegel kannst du als Migräniker*in schon weit kommen. In der Praxis ist das natürlich nicht alles, denn unser Blutzucker wird auch von weiteren Faktoren beeinflusst, als nur durch das, was wir essen. Aber es ist ein sehr guter Anfang, der mit zahlreichen positiven Auswirkungen auf den gesamtem Organismus verbunden ist!

Übrigens: Ich habe die Migräne-App sinCephalea getestet, die sich auf natürliche Migräne-Prophylaxe durch Stabilisierung des Blutzuckers fokussiert. Lies hier meinen Erfahrungsbericht zur App!

Ayurveda: Ein Energiesparprogramm für deine Migräne

Ayurveda: Ein Energiesparprogramm für deine Migräne

Wenn du Migräne-Bewältigung ganzheitlich angehen möchtest, dann wirst du nicht drum herum kommen, dich mit einem gesunden Energiemanagement auseinanderzusetzen. Und ich meine nicht die Auseinandersetzung mit deinem Stromanbieter! (auch wenn das in diesem Zeiten durchaus ebenfalls angebracht ist!) 😃

Energiemanagement und Migräne – wie hängt das zusammen, und wie komme ich darauf?

Mein Verständnis von Migräne fußt auf zwei fundamentalen Annahmen

Erstens:

Die Migräne-Attacken sind immer das Symptom eines Mangels im Körper – in erster Linie, eines Energiemangels D.h. der Körper hat ein Problem, das er versucht zu lösen und das Sinnvollste was ihm einfällt, ist (leider) die Migräneattacke. (Sei deinem Körper jetzt aber nicht böse – er hat seine Gründe, so zu reagieren!)

Zweitens:

Wenn die Migräneattacke von einem Energiemangel herrührt, dann ist es unsere Aufgabe, unser Leben so zu gestalten, dass wir einen möglichst geringen Energieverbrauch haben. Das bedeutet allerdings nicht, ab jetzt nur noch auf der Couch rumzuliegen und gar nichts mehr zu tun. Sondern das bedeutet, dass wir lernen, unsere Energie zu managen und Routinen etablieren, die uns helfen, unser Energielevel stabil zu halten.

Es ist notwendig, dass du ein gesundes „Energiesparprogramm“ etablierst.

Und wie kann ich mit Migräne meine Energie besser managen?

Genau hier setze ich mit meiner Arbeit an. Denn so ein Energiesparprogramm sieht für jeden und für jede Migräne-Betroffene anders aus. Da gibt es keinen goldenen Weg, kein one size fits all. Unser Körper ist komplex. Unser Leben und unsere ganze Welt sind hochkomplex. Das ist auch der Grund, warum es so schwer scheint, hier das “Richtige” zu finden. Und weil das alles so komplex ist, gibt es ein ganz wunderbares Werkzeug, das in meiner Arbeit – und in meinem Leben – fest verankert ist. Sozusagen ein “Wirkzeug” 🙂

Und das ist Ayurveda!

Ayurveda ist die traditionelle indische Medizin – die ähnlich wie die traditionelle chinesische Medizin (die TCM) schon über tausende Jahre alt ist, und dennoch niemals veraltet. Ayurveda bedeutet wortwörtlich das “Wissen über das Leben” und beschreibt die ganz natürlichen Zusammenhänge in der Natur und deren Gesetzmäßigkeiten, und wie sich diese auf uns, unseren Körper, unseren Geist und unser Leben auswirken. 

Und alles, was entgegen der Natur der Dinge läuft, das kostet unheimlich viel Energie und je mehr Energie verloren geht, desto mehr muss der Körper das irgendwie ausgleichen. Wir geraten aus dem Gleichgewicht. Und auf Dauer wirkt sich das eben aus. Bei uns dann zum Beispiel auch in Form von Migräne(attacken). 

Der Ayurveda lehrt, wie wir mit der Natur der Dinge leben können, statt gegen sie zu leben. Du kannst also den Ayurveda als großes “Energiesparprogramm” sehen, oder als “Gleichgewichts-Wiederherstellungs-Programm”. Das Schöne daran ist, dass es ganz individuell ist – denn du bist ja nicht ich, und auch nicht dein Nachbar, und was für mich oder meinen Nachbarn funktioniert, muss eben nicht zwangsläufig auch für dich genauso gut funktionieren. Und damit du nicht 500.000 verschiedenen und teils auch gegensätzlichen Meinungen und zweifelhaften Trends hinterherlaufen musst, gibt dir der Ayurveda einen auf dich zugeschnittenen Rahmen vor, von dem aus du starten kannst, um dein ganz persönliches Energiesparprogramm zu entwickeln. Damit du schneller wieder ins Gleichgewicht kommen kannst. Und das auf ganz natürliche Art und Weise. 

Warum du eine natürliche Migräne-Prophylaxe brauchst

Warum du eine natürliche Migräne-Prophylaxe brauchst

Hast du nach einem Arztbesuch auch schon einmal dieses subtile Gefühl von Enttäuschung gehabt? Dass du dir echt Hilfe erhofft hattest, und dann am Ende die Praxis wieder verlässt mit einem Gefühl von “Ahja…. und nu??” Genau das erlebte ich, als ich das erste Mal bei einem Neurologen aufschlug und meine Migräne-Diagnose bekam. Das Phänomen Migräne wurde mir zwar annähernd erläutert (mehr schlecht als recht, wie ich später feststellen musste) und auch die Klassiker Progressive Muskelrelaxation und Ausdauersport wurden mir nahegelegt. Aber viel mehr war’s dann auch nicht.

Aber diese Lösungen passten einfach nicht zu mir (das tun sie immer noch nicht), und Medikamente waren für mich auch keine Option. Also begann ich, auf eigene Faust nach Lösungen zu suchen. Ich fing an, den menschlichen Körper zu erforschen und all was meine Gesundheit beeinflusst. Und ich war wirklich überrascht, von dem was ich lernte. Nämlich, das alles – wirklich ausnahmslos ALLES – was wir tun, eine unmittelbare Auswirkung auf uns hat, und somit unsere Gesundheit beeinflusst. Auf direktem oder indirektem Weg.

Du kannst deine Gesundheit nicht nicht beeinflussen.

Was ist überhaupt eine Migräne-Prophylaxe?

Migräne-Prophylaxe – das klingt nach einem komplizierten Begriff, aber in Wirklichkeit ist es ein Schlüsselkonzept für Migränepatienten. Die “Prophylaxe” kennst du vielleicht vom Zahnarzt. Da wird es als eine umfassende Zahnreinigung angewendet, im Rahmen der Zahnvorsorge. Prophylaktische Maßnahmen sind also Vorsorgemaßnahmen. 

Eine Migräne-Prophylaxe ist also eine Strategie, um Migräneanfälle vorzubeugen, d.h. sie idealerweise gar nicht erst entstehen zu lassen, oder auf ein erträgliches Maß abzumildern. Die meisten Migränike-Betroffenen assoziieren mit dem Begriff “Migräne-Prophylaxe” eine medikamentöse Prophylaxe – also in Form von bestimmten Medikamenten. Es gibt aber auch nicht-medikamentöse Methoden. Also Methoden und Strategien, die du anwenden kannst, ohne auf Medikamente zurückgreifen zu müssen. Und genau auf die fokussiere ich mich in meiner Arbeit!

Eine medikamentöse Migräne-Prophylaxe
hat Vor- und Nachteile

Eine medikamentöse Prophylaxe kann sehr wirksam sein und eine große Erleichterung für Betroffene bedeuten. Aber es gibt wie immer Vor- und Nachteile zu beachten. Einerseits bieten sie zwar Linderung, auf der anderen Seite treten oftmals unangenehme Nebenwirkungen auf. Und auch eine dauerhafte Einnahme oder Anwendung muss vom Arzt gut abgewogen werden, da es zu Komplikationen kommen kann. Außerdem schlagen nicht alle Medikamente bei allen Migräniker*innen gleich gut an. Du kennst es bestimmt aus der Akutbehandlung, wenn du mal wieder eine Migräne-Attacke hast: Mal wirkt die Tablette, mal nicht. Triptan X wirkt bei dir nicht, aber Triptan Y schon. Oder ein Medikament hilft nur in der Kombination mit einem weiteren Schmerzmittel. 

Es ist also oft ein mühseliger Weg des Ausprobierens, welches Medikament die gewünschte (vorbeugende) Wirkung hat. Und selbst dann gibt es keine Garantie dafür, dass dies die Lösung all deiner (Migräne-)Probleme ist. Denn wie so oft arbeiten Medikamente an der “Oberfläche”. Sie unterdrücken nur das Symptom. Aber in den allermeisten Fällen bleibt die Ursache unverändert bestehen. So auch bei der medikamentösen Prophylaxe.

Jetzt möchtest du vielleicht einwenden: “Hey, aber die Prophylaxe ist doch in der Lage, die Attacke vorzubeugen – damit ist doch die Ursache behoben, oder nicht?!” Und jetzt muss ich dich enttäuschen. Das ist zwar unser aller Traum, aber leider stimmt es nicht, oder zumindest nicht ganz. Es ist nicht die ganze Geschichte. Denn würde bei dir alles “im Lot” sein, bräuchtest du keine Medikamente, mit dem Ziel einer Migräne-Attacke vorzubeugen. Die Ursache liegt also woanders. Und das Ziel sollte immer sein, die Ursache zu aufzulösen oder zumindest zu entschärfen.

Kein Medikament der Welt kann dich zurück ins Gleichgewicht bringen.
Diesen Job kann nur dein Körper übernehmen – wenn du aufhörst, ihn zu stören!

Was ist eine natürliche und ganzheitliche
Migräne-Prophylaxe?

 

Eine natürliche Migräne-Prophylaxe entspricht den Ansätzen einer nicht-medikamentösen Prophylaxe. Also alle vorbeugenden Maßnahmen, außer den Einsatz von Medikamenten. Bei der klassischen nicht-medikamentösen Prophylaxe stehen Stressbewältigung, Entspannungsverfahren und Sport (meistens Ausdauersport) im Fokus, ein allgemeiner Wandel des Lebensstils. 

Eine ganzheitliche, natürliche Migräne-Prophylaxe betrachtet den Menschen als Ganzes und konzentriert sich auf die Anpassung des Lebensstils an deinen individuellen Bedarf und nach deinen individuellen Bedürfnissen. Wir sind alles Menschen mit unterschiedlichen Neigungen, Interessen und Bedürfnissen – es gibt keinen goldenen Weg. Kein “one size fits all”. Das macht es auf der einen Seite kompliziert, ist auf der anderen Seite gleichzeitig sehr befreiend!

Ganzheitlich bedeutet auch, dass diese Anpassungen, diese Änderungen, in möglichst vielen verschiedenen Lebensbereichen erfolgen dürfen, um den sogenannten “Ripple-Effekt” (oder Welleneffekt) zu nutzen: Kleine Auslöser (Änderungen) ziehen immer weitere Kreise, wie bei einem Stein, den man ins Wasser wirft. 

Eine ganzheitliche, natürliche Migräne-Prophylaxe befähigt den Körper, wieder in einen Zustand von Balance zu gelangen, bei dem die körpereigenen Gesundheitskräfte wirken können. Die allseits bekannten – und oftmals leider auch verkannten und sogar zu unrecht belächelten – Selbstheilungskräfte. Sie arbeiten für uns jeden Tag, und jede Nacht, nur leider werden sie durch unsere unzuträglichen Gewohnheiten oftmals unterdrückt. Solange dies bewusst entschieden wird, OK – auch ein Weg. Oftmals ist es aber auch einfach Unwissenheit. Wenn du deinen eigenen Körper gut kennst und weißt wie er funktioniert, dann kannst du neu entscheiden. 

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Migräne auf ganzheitliche und natürliche Weise managen kannst, dann trage dich unverbindlich in die Warteliste für mein Online-Programm „MASTERING MIGRAINE“ ein. Gemeinsam werden wir den Weg zu einem leichteren Leben mit weniger Migräne erkunden. Du bist nicht allein auf dieser Reise. Lass uns zusammengehen! >>Hier<< kannst du dich anmelden!